hl. Johanna Franziska von Chantal

12. 08. 2020


Ihr Vater, der Baron von Frémyot, war Präsident des burgundischen Parlaments. Er hat, da er früh seine Frau verlor, sich um die Erziehung seiner Kinder angenommen. Johanna erhielt bei der Firmung den zweiten Namen Franziska. Im Jahr 1592 heiratete sie, zwanzigjährig, den Baron Christoph von Chantal, mit dem sie acht Jahre in glücklicher Ehe lebte. Als er infolge eines Jagdunfalls starb, stand Johanna Franziska mit ihren vier Kindern, einem großen Haus und einem unmöglichen Schwiegervater allein da. Die verzweifelte Witwe musste von ihrem Vater an ihre Pflichten erinnert werden. Ihr Gebet um Führung auf ihrem inneren Weg wurde erhört: 1604 begegnete sie dem Bischof Franz von Sales, als er in Dijon die Fastenpredigten hielt. Er lehrte sie, die Heiligkeit nicht in asketischen Übungen, sondern in der Erfüllung ihrer täglichen Pflichten zu suchen. Als ihre Kinder herangewachsen waren, gründete sie gemeinsam mit Franz von Sales den Orden von der Heimsuchung Mariens (Salesianerinnen), der 1618 bestätigt wurde. Die Ordensfrauen sollten ohne Klausur leben und mit dem Leben in Gemeinschaft und Gebet das “aktive” Leben verbinden, vor allem sich der Mädchenerziehung widmen. Dieser Plan war seiner Zeit zu weit voraus und musste abgeändert werden. Franziskas nächste Jahre waren dem Aufbau des neuen Ordens und auch noch der Sorge um ihre Familie gewidmet. In den Leiden der letzten Lebensjahre gelangte sie zu ihrer letzten Freiheit und Reife. Sie starb am 13. Dezember 1641.


sel. Karl Leisner

12. 08. 2020


Er wurde am 28. Februar 1915 in Rees am Niederrhein geboren und war ein begnadeter Jugendführer. Er wurde zum Diakon geweiht und war Leiter der kath. Jungschar im Bistum Münster. Im Jahr 1939 wurde er verhaftet und in das KZ von Dachau gebracht. Trotz aller Peinigung und schwerer Krankheit behielt er sein unerschütterliches Gottvertrauen. Im KZ wurde er 17. Dezember 1944, dem Sonntag Gaudete vom dort inhaftierten Bischof Piquet von Clermont-Ferrand heimlich zum Priester geweiht. Seine Primiz feierte er am Stephanustag, es war zugleich seine erste und letzte Messe, den er wurde immer wieder schwerkrank. Nach der Befreiung des KZ Dachau wurde er aufopfernd gepflegt und verstarb am 12. August 1945. Sein Grab befindet sich in der Krypta des Domes zu Xanten.