sel. Mutter Teresa, Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe

05. 09. 2010





Sie wurde als Agnes Gonxha Bojaxhiu am 26. August 1910 in Skopje geboren. Ihr Vater, ein geachteter lokaler Geschäftsmann, starb, als sie acht Jahre alt war, und hinterließ ihre Mutter, eine sehr fromme Frau, die nach seinem Tod ein Stickerei- und Stoffgeschäft eröffnete, um die Familie zu ernähren. Nach ihrer Jugendzeit, in der sie sich sehr in pfarrlichen Tätigkeiten engagierte, verließ Agnes im September 1928 ihre Familie, um in das Loretto-Kloster in Rathfarnam (Dublin), Irland, einzutreten, wo sie am 12. Oktober als Postulantin aufgenommen wurde und den Namen Teresa, nach ihrer Patronin, der Hl. Theresia von Lisieux, erhielt. Sie wurde vom Loretto-Orden nach Indien geschickt und kam am 6. Jänner 1929 in Kalkutta an. Nach ihrer Ankunft kam sie in das Loretto-Noviziat in Darjeeling. Sie legte ihre ewigen Gelübde als Loretto-Nonne am 24. Mai 1937 ab und wurde ab da Mutter Teresa genannt. Als sie während der 30er und 40er-Jahre in Kalkutta lebte, unterrichtete sie an der St. Maryís Bengali Medium School. Am 10. September 1946, auf einer Bahnfahrt von Kalkutta nach Darjeeling, bekam Mutter Teresa das, was sie die "Berufung in einer Berufung" nannte, nämlich die Familie der Missionare/Innen der Nächstenliebe von Schwestern, Brüdern, Patres und Mitarbeitern ins Leben zu rufen. Der Inhalt dieser Eingebung ist aus der Zielsetzung und dem Auftrag herauszulesen, den sie ihrem neuen Institut geben sollte: "Den unendlichen Durst Jesu am Kreuz nach Liebe und Seelen zu löschen", indem sie an der "Rettung und Heiligung der Ärmsten der Armen arbeiteten". Am 7. Oktober 1950 wurde die neue Kongregation der Missionare/Innen der Nächstenliebe offiziell als religiöses Institut für die Erzdiözese Kalkutta errichtet. Während der 50er und frühen 60er-Jahre dehnte Mutter Teresa die Arbeit der Missionarinnen der Nächstenliebe sowohl in Kalkutta als auch in ganz Indien aus. Am 1. Februar 1965 verlieh Papst Paul VI. der Kongregation das Anerkennungsdekret, wodurch sie zu einer Kongregation päpstlichen Rechts wurde. Im Jahr 1997 gab es fast 4.000 Schwestern in nahezu 600 Gründungen in 123 Ländern der Erde. Nach einem Sommer, in dem sie in einem schwachen gesundheitlichen Zustand nach Rom, New York und Washington reiste, kehrte Mutter Teresa im Juli 1997 nach Kalkutta zurück. Am 5. September, um 21:30 Uhr starb Mutter Teresa im Mutterhaus. Ihr Leichnam wurde zur Kirche des Hl. Thomas geführt, nahe beim Loretto-Kloster, wo sie fast 69 Jahre zuvor zum ersten Mal angekommen war. Hunderttausende Menschen aus allen Klassen und Religionen, aus Indien und dem Ausland erwiesen ihr die letzte Ehre. Sie erhielt am 13. September ein Staatsbegräbnis, ihr Leichnam wurde in einer Prozession auf einer Lafette durch die Straßen von Kalkutta geführt.